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 Hashimoto Thyreoditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Erkrankung des Immunsystems. Autoimmunerkrankungen liegt immer eine Fehlfunktion des Immunsystems zugrunde, welche dazu führt, daß körpereigenes Gewebe als “fremd” erkannt und zerstört wird. Bei der Hashimoto-Thyreoditis ist es das Schilddrüsengewebe, welches angeriffen wird.

Wie häufig ist Hashimoto?
Hashimoto ist mittlerweile die mit Abstand am weitesten verbreitete Autoimmunkrankheit. Etwa 8.000.000 Menschen sind in Deutschland betroffen, davon größtenteils Frauen (ca. 90%). Betroffen sind alle Altersstufen. Bei Hashimoto Patienten liegt in der Regel eine erbliche Anlage für Autoimmunerkrankungen vor.

Warum ist Hashimoto so unbekannt?

Hashimoto kennt fast keiner, da die Krankheit erst seit Mitte der neunziger Jahre so massiv in Deutschland aufgetreten ist. Diese Zeit ist anscheinend zu kurz, damit eine Krankheit von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Was sind die Ursachen von Hashimoto?

Die eigentliche Ursache von Hashimoto ist nicht bekannt. Es ist jedoch seit langem bekannt und dokumentiert, dass die Hashimoto in Gebieten mit weniger Jodanteil in der Nahrung selten, in Gebieten mit hohem Jodanteil jedoch häufig auftritt. Dies erklärt auch den sprunghaften Anstieg der Erkrankung auf 8 Millionen Betroffene in Deutschland innerhalb der letzten 15 Jahre. Seit 1993 werden in Deutschland die Nahrungsmittel flächendeckend und unkontrolliert jodiert (Jodsalz, Lebensmitteljodierung, jodierte Nahrungsergänzungsmittel, Tierfutterjodierung).

Wie ernähre ich mich bei Hashimoto?

Bei Hashimoto ist ein Zuviel an Jod zu vermeiden, da der Autoimmunprozess dadurch zusätzlich angeregt wird. Gemieden werden sollten: Jodsalz, jodierte Back- und Fleischwaren, jodhaltige Fertigprodukte, Seefisch, Algenprodukte, jodhaltige Mineralwässer, durch die Tierfutterjodierung und Jodlecksteine belastete deutsche Eier, Fleisch und Milchprodukte, durch Gülle jodierter Tiere belastete pflanzliche Nahrung, jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Jodtabletten.

Wie verläuft das Leben mit Hashimoto?

Für viele Betroffene nicht sehr schön. Die Hashimoto ist eine Erkrankung des ganzen Körpers. Sie kann jedes Organ betreffen. Das Leben mit Hashimoto ist anders.


Wie ist die Medizinische Versorgung?

Es ist wichtig, einen Arzt zu finden, der Spezialwissen und Erfahrung hat und Geduld und Verständnis aufbringt. Bei einer Erkrankung, die erst seit wenigen Jahren in Erscheinung tritt, ist Erfahrung natürlich nicht immer vorhanden. So führt der allgemein geringe ärztliche Kenntnisstand leider immer noch bei vielen Betroffenen zu einem langen Leidensweg, bevor und auch nachdem die richtige Diagnose gefunden wurde.

Ist Hashimoto heilbar?

Nein. Nur die Symptome können behandelt werden.



Die Auswirkungen der Hashimoto-Thyreoiditis sind je nach Krankheitsphase vielschichtig und variabel:


  • Das Immunsystem greift Schilddrüsengewebe als “fremd” an und zerstört es. In verschiedenen Phasen des Lebens, der Krankheitsgeschichte, kann die fortschreitende Zerstörung des Schilddrüsengewebes zu einer klinischen Überfunktion führen, da im Blut vermehrt Schilddrüsenhormone freigesetzt werden.
  • Durch die Autoimmunattacken auf das SD-Gewebe kann eine mehr oder weniger starke Entzündung der gesamten SD entstehen und diese schachmatt setzen. Im akuten Entzündungszustand hat man tendenziell eher mit einer Unterfunktion zu kämpfen.
  • Über die Jahre und Jahrzehnte hinweg entsteht in der Regel eine Schilddrüsenunterfunktion?, da das Organ SD immer mehr zerstört wird und immer weniger fähig ist, den notwendigen Hormonbedarf zu decken.

Dadurch, dass die Symptome je nach Krankheitsphase sehr stark variieren und es nicht selten zu Widersprüchen zwischen Blutwerten und Befinden kommt (z.B. Blutwerte gehen eher in Richtung Unterfunktion, Symptome deuten aber auf Überfunktion hin etc.), dauert es oft sehr lange, bis eine Hashimoto Thyreoiditis fachkundig diagnostiziert wird.



Hashitoxikose und Symptome der Überfunktion

Zu Beginn der Erkrankung machen einige Hashimotopatienten eine kurzzeitige Phase der Überfunktion durch. Diese Phase kann auch unbemerkt ablaufen oder ausbleiben. Als Ursache wird die immunologische Zerstörung von hormonspeicherndem Schilddrüsengewebe vermutet. Zusätzlich können in dieser Phase Antikörper auftreten, die den TSH-Rezeptor der Schilddrüse stimmulieren.

Die Symptome der Überfunktion sind vielfältig. Die meisten Symptome sind sogenannte Allgemeinsymptome, wie Nervosität, Schlaflosigkeit und Neigung zum Schwitzen. Viele Symptome schleichen sich langsam ein, ohne dass an eine Krankheit gedacht wird. Erst wenn zur Schlaflosigkeit Heißhunger, übermäßiges Schwitzen, Durchfall, Zittern und Herzklopfen treten und sich nicht spontan bessern, wird der Arzt aufgesucht.
Das Herzklopfen kann auch als schlafraubendes Pochen in den Ohren wahrgenommen werden. Die Überfunktionssymptome zu Beginn einer Hashimoto Thyreoiditis sind oft nicht stark ausgeprägt. 
Eine Behandlung mit schilddrüsenhemmenden Medikamenten (Thyreostatika) ist meist nicht erforderlich. Wenn die Überfunktion durch eine Zerstörung von hormonspeichernden Gewebe in der Schilddrüse verursacht wird, können die Thyreostatika, die die Bildung von Schilddrüsenhormonen vermindern, nicht wirksam sein. Die individuelle Behandlung sollte durch einen Hormonspezialisten (Endokrinologe) erfolgen.

Welche Beschwerden können auftreten?

  • Herzklopfen, Herzjagen

  • hoher Blutdruck 

  • Nervosität, Reizbarkeit, Rastlosigkeit

  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen

  • Zittern der Hände

  • Schlafstörungen

  • Schwitzen, feuchtwarme Haut

  • Heißhunger und Durst

  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit

  • weicher Stuhlgang

  • bei Frauen: Störungen im Menstruationszyklus (unregelmäßige oder verstärkte Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung)

Die Erkrankten bemerken innere Unruhe und Gereiztheit. Sinneseindrücke können intensiver wahrgenommen werden. Auch Gefühle werden intensiver erlebt. Die Stimmungsausschläge sind in den positiven wie auch in den negativen Bereichen größer. Häufig wird eine vermehrte Erschöpfung bereits nach kleinen Anstrengungen bemerkt. Schlaflosigkeit, Angst und Panikgefühle werden von zahlreichen Betroffenen geschildert. 
Typische Zeichen sind die vermehrte Neigung zum Schwitzen und zu weichem Stuhlgang. Werden die Hände und Finger ausgestreckt so ist oft ein feinschlägiges Zittern sichtbar.
Die Überfunktion der Schilddrüse führt in einigen Fällen zu Zyklusstörungen. Neben übermäßigen Blutungen können verkürzte oder verlängerte Zyklen auftreten. Auch das Ausbleiben der Menstruation ist möglich.

In einigen Fällen treten muskelkaterartige Schmerzen und Muskelschwäche besonders im Schultergürtelbereich und den Beinen auf. Auch im Bereich der Rückenmuskulatur kann es zu schmerzhaften Muskelverhärtungen kommen.

Herzjagen und Herzstolpern sind in den meisten Fällen auf die Überfunktion zurückzuführen und bilden sich mit abklingender Überfunktion langsam zurück. Eine Veränderung der Herzfrequenz kann aber auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion bemerkt werden. In wissenschaftlichen Untersuchungen (Evangeloupoulou 1999) sind bei Morbus Basedow und bei Hashimotothyreoiditis gehäuft spezifische Herzklappenveränderungen festgestellt worden (Mitralklappenprolaps). Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens bei Menschen mit einer autoimmunen Schilddrüsenkrankheit und Herzbeschwerden ist daher sinnvoll.

Symptome der Unterfunktion

Nach der Phase der Überfunktion schließt sich meist eine allmählich stärker werdende Unterfunktion an. Die Hashimoto Thyreoiditis kann aber auch mit einer Unterfunktion beginnen. Die Symptome der Unterfunktion sind ebenfalls zahlreich.

Welche Beschwerden können auftreten?

  • Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung

  • Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche

  • hoher Blutdruck mit Puls unter 70

  • Herzstolpern

  • Depressive Stimmung, Depression, Angst- und Panikattacken

  • trockene, struppige, stumpfe, und glanzlose Haare

  • Haarausfall

  • teigige trockene Haut, (Myxödem)

  • Verstopfung

  • leichtes Frieren

  • Gewichtszunahme

  • Zyklusstörung bei der Frau, unerfüllter Kinderwunsch

  • Abnahme des sexuellen Verlangens

  • nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)

  • nachlassendes Hörvermögen

  • apathischer Gesichtsausdruck

  • Wesensveränderungen

Die Unterfunktionssymptomatik äußert sich vor allem in Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Das Gewicht nimmt trotz normaler oder verringerter Nahrungsmenge zu. 
Üblicherweise kommt es zwar bei der Hashimoto Thyreoiditis zu einem Gewichtsanstieg, es sind allerdings auch Krankheitsfälle bekannt, bei denen trotz Unterfunktion und ausreichender oder vermehrter Nahrungsaufnahme ein Gewichtsverlust eintritt. Bei unklarem Gewichtsverlust sollten auch zusätzliche autoimmune Krankheiten wie z.B. Darmerkrankungen (Zoeliakie, Colitis ulcerosa ) ausgeschlossen werden, die zusammen mit der Hashimoto Thyreoiditis auftreten können.

Auch nach Normalisierung der Schilddrüsenwerte im Blut kommt es bei einigen Betroffenen weiterhin zu hartnäckigen Gewichtsproblemen. Die Ursache der meist bestehenden unangemessenen Gewichtszunahme ist noch nicht sicher geklärt. Neben den Schilddrüsenhormonen scheinen auch andere Hormone (Insulin, Leptin sowie Östrogen und Androgenmangel in den Wechseljahren und Erniedrigung des Grundumsatzes) eine Rolle zu spielen. Einige Erkrankte profitieren von einer Umstellung des Schilddrüsenhormonersatzes von reinem T4 auf Kombinationsmedikamente, die neben T4 auch T3 enthalten.

Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion neigen zum Frieren. Bei einem erniedrigten Stoffwechselumsatz wird Kälte nur schlecht toleriert.

Fast regelmäßig tritt eine Trägheit der Magen-Darm-Tätigkeit auf, so dass einige Betroffene Abführmittel einnehmen. Das nächtliche wiederholte "Einschlafen" und Kribbeln von Händen und Unterarmen, das sogenannte Karpaltunnelsyndrom, kann durch die Unterfunktion bedingt sein. Nach Normalisierung der Schilddrüsenhormone bildet es sich im allgemeinen zurück. Neben einer Schilddrüsenunterfunktion gibt es noch andere Gründe für ein Karpaltunnelsyndrom, die bei Fortbestehen der Beschwerden trotz normalisierter Schilddrüsenhormone ausgeschlossen werden müssen.

Einige Betroffenen bemerken eine Herabsetzung der Hörfähigkeit, die sich mit Einstellung der Schilddrüsenhormone in den Referenzbereich wieder vollständig normalisiert.

Sehr häufig kommt es bei Frauen mit einer Unterfunktion zu Zyklusstörungen und ungewollter Kinderlosigkeit.

Symptome der Immunerkrankung

Zusätzlich zu den Symptomen der Schilddrüsenfehlfunktion können Symptome auftreten, die durch die Störung des Immunsystems hervorgerufen werden. In einigen Fällen ist eine Abgrenzung, ob die veränderten Schilddrüsenhormone die Beschwerden verursachen oder die Immunerkrankung, nicht möglich.

Zu beachten ist, dass der größere Teil der Hashimoto Erkrankten nach einem angepassten Schilddrüsenhormonersatz keine Symptome der Immunerkrankung zeigt. Die Variationsbreite der Hashimoto Thyreoiditis kann von symptomlosen Formen bis zu Formen mit verschiedenen Symptomen reichen.

Welche Beschwerden können auftreten?

  • Gelenkschmerzen 

  • Muskelschmerzen (eventuell auch hormonell ausgelöst)

  • Verhärtung von Sehnen und Muskeln

  • unterschiedliche Hautveränderungen, (z.B. Urticaria, Rosazea)

  • Trockenheit der Schleimhäute (Sicca Syndrom)

  • Stimmungslabilität (sowohl durch Immunkrankheit ausgelöst, als auch durch hormonelle Veränderungen)

  • Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen

  • neurologische Symptome (Neuritiden), Schwindel

  • extrem selten epileptische Anfälle, Halluzinationen, psychiatrische Symptome (Hashimoto Encephalopathie)

  • allgemeine Schwäche

  • Blutarmut (perniziöse Anämie)

  • Übelkeit und Magen-Darmprobleme, Verdauungsprobleme (Zoeliakie)

  • Augenerkrankung (endokrine Orbitopathie)

  • grippeähnliche Symptome

  • Lymphknotenschwellung

  • Fieber (selten)

  • Erhöhte Leberwerte

  • Schwellungen an Armen, Beinen, Bauch und im Gesicht

Die Immunkrankheit kann sich auf diverse Organsysteme und Gewebe außerhalb der Schilddrüse auswirken. 

Im Verlauf der Hashimoto Thyreoiditis können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. Statistische Daten für die Häufigkeit von Hautveränderungen, die zusammen mit der Hashimoto Thyreoiditis auftreten, liegen zur Zeit nicht vor.
Gelegentlich findet sich eine chronische Hautentzündung vom Typ der Rosazea, die lokal oder systemisch mit Antibiotika behandelt wird. Hierbei treten rötliche Papeln überwiegend im Gesicht auf. Bei Genuss von Alkohol, stark gewürzten Speisen, emotionaler Erregung und beim Betreten warmer Räume kann es zu einer starken Rötung des Gesichtes kommen. Die Diagnose und Behandlung erfolgt durch den Hautarzt. 

Auch eine Nesselsucht (Urtikaria) kann bei Krankheitsbeginn häufiger aufgetreten. Ein Ersatz fehlender Schilddrüsenhormone kann bei Erkrankten mit chronischer Urtikaria und Hashimoto Thyreoiditis zu einer Besserung oder einem Verschwinden der Hautprobleme führen. Auch bei normalen Schilddrüsenhormonen im Blut kann die Einnahme von Schilddrüsenhormonen die Urtikaria zum Verschwinden bringen. Eine künstliche Schilddrüsenüberfunktion sollte jedoch vermieden werden. 

Abgegrenzt werden müssen eigenständige Autoimmunkrankheiten der Haut, wie die Weißfleckenkrankheit, die Vitiligo, eine seltene blasenbildende Hautkrankheit, der Pemphigus oder der kreisrunde Haarausfall, die Alopecia areata.

Eine Trockenheit der Schleimhäute (Mund, Nase, Augen u.a.) wird als Sicca-Syndrom bezeichnet. Die Behandlung ist bisher nur symptomatisch möglich z.B. durch künstlichen Speichel, Augentropfen, Augengel. Ein Sjögren Syndrom, das eine eigenständige Autoimmunkrankheit darstellt, muss davon abgegrenzt werden.

Ein schwer zu behandelnder Pilzbefall von Schleimhäuten und Haut, die mucocutane Candidiasis kommt selten als begleitende Immunerkrankung vor.

Schmerzhafte Verhärtungen von Sehnen und Muskeln wurden berichtet. Die Muskeln können druckempfindlich sein. Rückenschmerzen und Nackenschmerzen finden sich bei einer kleinen Gruppe der Erkrankten. Die Ursache der Schmerzen ist unklar. Gelenkschmerzen werden von einigen Betroffenen berichtet. Zusätzliche rheumatologische Erkrankungen sollten ausgeschlossen werden. 

Magen-Darm-Störungen und Übelkeit treten gehäuft auf. Auch hier müssen zusätzliche autoimmune Krankheiten abgegrenzt werden (Zoeliakie, perniziöse Anämie u.a.).

Die sogenannte Hashimoto Enzephalopathie, die Beteiligung des Gehirns ist extrem selten und kann auch bei normalen Schilddrüsenhormonspiegeln im Blut bestehen. Epileptische Anfälle, Zittern, Halluzinationen und andere psychiatrische Symptome können auftreten. Meist sind stark erhöhte TPO-Antikörperspiegel nachweisbar. Die Behandlung mit Cortison kann die Enzephalopathie zum Verschwinden bringen. Spontane Heilungen wurden ebenfalls beschrieben. Diese Krankheitserscheinung ist allerdings aufgrund ihrer Seltenheit noch wenig erforscht.

Die Symptome der Immunkrankheit sind vielgestaltig. Wie es durch den Immunprozess zu diesen Symptomen kommt und inwiefern die Antikörper dabei eine Rolle spielen, ist unklar. Die Vielzahl der möglichen unterschiedlichen Beschwerden, die in vielen medizinischen Lehrbüchern nur ansatzweise beschrieben sind, führt bei Arzt und Patient häufig zur Verunsicherung. Klingt der Immunprozess ab, sind die Beschwerden oft rückläufig. Gesicherte Therapieansätze für die Autoimmunphänomene außerhalb der Schilddrüse sind rar.

Symptome der Augenerkrankung

Die Augenbeteiligung, die sogenannte endokrine Orbitopathie, ist bei der Hashimoto Thyreoiditis viel seltener anzutreffen als beim Morbus Basedow. Manche Experten sind sogar der Auffassung, dass in solchen Fällen ein Morbus Basedow oder eine Übergangsform aus Morbus Basedow und Hashimoto Thyreoiditis vorliegt. Die Symptome der endokrinen Orbitopathie reichen von leichten Beschwerden, wie Augentränen, Trockenheit der Augen, Blendungsempfindlichkeit und Fremdkörpergefühl bis hinzu seltenen schweren Verlaufsformen mit Beeinträchtigung oder Verlust des Sehvermögens.
Bei der endokrinen Orbitopathie handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunreaktion. Dabei reagieren bestimmte, gegen die Schilddrüse gerichtete Immunzellen und Antikörper auch mit dem Augengewebe.

Die endokrine Orbitopathie verläuft meist in Schüben. Jahrelange Verläufe mit Rückfällen sind häufig. Eine Prognose über die Entwicklung der endokrinen Orbitopathie im Einzelfall ist nicht möglich. Die Orbitopathie kann auch längere Zeit nach Auftreten der Schilddrüsenerkrankung beginnen. In einigen wenigen Fällen tritt die endokrine Orbitopathie bereits vor der Schilddrüsenerkrankung auf.

Welche Beschwerden können auftreten?

  • Tränende Augen, Augenbrennen, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen

  • Fremdkörpergefühl in den Augen, Druckgefühl hinter dem Auge

  • geschwollene Augenlider, hochgezogenes Augenlid, seltener Lidschlag 

  • trockene Augen, Hornhautentzündungen, Bindehautentzündungen

  • Hervortretende Augen (Exophthalmus), mangelnder Lidschluss 

  • Kopfschmerzen

  • Doppelbilder, Augenmuskelprobleme, Sehstörungen

  • selten: schwere Beeinträchtigung des Sehvermögens durch Schädigung des Sehnerven

Symptome, die auf zusätzliche Immunerkrankungen hinweisen können

In Verbindung mit der Hashimoto Thyreoiditis können bei etwa 25 % der Erkrankten andere zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen. Bei neu aufgetretenen oder nicht zu zuordnenden Symptomen sollte im Zweifelsfall immer ein Arzt aufgesucht werden.

 Nachfolgend sind einige Symptome aufgeführt, die auf weitere Autoimmunkrankheiten hinweisen können.

  • blutige Durchfälle; Colitis ulcerosa, Morbus Crohn

  • Bauchschmerzen, Durchfall übelriechender und graugefärbter Stuhlgang; Zoeliakie

  • Blutarmut, Schwäche, Zungenbrennen; Perniziöse Anämie

  • erneute Gewichtsabnahme, Durst; Diabetes (Zuckerkrankheit)

  • fleckige Entfärbung der Haut; Vitiligo (Weißfleckenerkrankung)

  • Schmetterlingsförmiger roter Ausschlag im Gesicht, Fieber; Lupus Erythematodes

  • Gelenkschmerzen mit oder ohne Rheumafaktoren; Rheumatische Erkrankung

  • Muskelschwäche die auch nach Einstellung der Schilddrüsenwerte bestehen bleibt; Myasthenia gravis

  • Dunkelfärbung der Haut, Schwäche; Morbus Addison (Autoimmunerkrankung der Nebenniere)

  • juckende Hautquaddeln; Urtikaria

  • kreisrunder Haarausfall; Alopecia areata

  • Fieber, Husten, Lymphknotenschwellung, Sarkoidose

  • Pilzbefall von Haut und Schleimhäuten; mucocutane Candidiasis

  • blasenbildende Hauterkrankung; Pemphigoid

Die Auflistung der Erkrankungen ist sowohl in Bezug auf die Symptome als auch auf die mögliche Immunkrankheiten nicht vollständig, sondern zeigt nur einen Ausschnitt.



Wird die Hashimoto nicht behandelt, stellt sich eine Schilddrüsenunterfunktion mit all den dazugehörenden Symptomen ein. Dazu gehören:

Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, hoher Blutdruck, langsamer
Puls, Angstzustände, Herzstolpern, Depressionen,Panik, Schlafstörungen,Schweißausbrüche,
Verrstopfung, Gewichtszunahme, Karpaltunnelsyndrom, Wesensveränderungen.

Zusätzlich treten die auch bei anderen Autoimmunkrankheiten typischen Beschwerden auf:

Gelenk- und Muskelschmerzen, Verhärtung von Muskeln und Sehnen, Hautveränderungen,
trockene Schleimhäute, Ohrgeräusche,Erschöpfung, Magen- und Darmprobleme,erhöhte Leberwerte, Schwellungen an Händen,Füßen, Gesicht.

Bei etwa 25% der an Hashimoto Erkrankten treten zusätzlich weitere Krankheiten auf, wie z.B.

Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheumatische Erkrankungen, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), Chronische Hepatitis,
Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung),Endometriose (Erkrankung der Gebärmutter),
Störung der Sexualhormone.


Seiten zum weiteren nachlesen über Hashimoto und Morbus Basedow:

www.hashimotothyreoiditis.de
www.hl-reuters.de
www.morbusbasedow.de
www.schilddruesenguide.de
www.das-wartezimmer.de

Aus diesen Seiten habe ich die Infos zusammengestellt.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Christina, 02.03.2017 um 21:10 (UTC):
Sehr informativer Artikel, auch für einen "alten Hashi-Hasen" wie mich, der leider immer noch "herumdoktert", um wieder fitter zu werden...



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